Größer, schöner, weiter: Der Quatsch mit der Offenblende
Belustigt verfolge ich das Gespräch zweier "Foto-Experten." Stolz vergleichen sie alten Rolleiflex-Kameras. Das sind diese schönen alten anlogen Kameras mit den zwei Objektiven auf der Vorderseite. Der Schachtsucher wird auf der Oberseite aufgeklappt, so daß man von oben hineinschauen muss. "Pah" entfährt es dem einen Experten, "du hast ja nur das 3,5er Objektiv! Für Bokeh brauchst du das 2,8er" Worum geht es? Die größtmögliche Blendenöffnung des Objektives ist gemeint. Also das Maß dafür wieviel Licht durch das Objektiv einfallen kann. Und genau das ist der Springende Punkt: nicht das Bokeh, sondern die Helligkeit. Das hat Auswirkungen auf das Sucherbild. Je heller das Sucherbild ist, desto besser kann bei den alten analogen Kameras scharf gestellt werden. Nur bei den alten analogen? Nein, auch moderne Autofocus-Systeme in System-Kameras arbeiten besser, je mehr Licht sie bekommen. Der Unterschied: bei Spegelreflex-Kameras, egal ob analig oder digital,...